Die ersten Wochen hat es sehr gut mit dem regelmäßigen Schreiben von Blogartikeln geklappt. Jetzt hänge ich im Moment schon wieder 2 bis 3 Wochen hinterher. Was ist passiert? Hat die Aufschieberitis zugeschlagen? Bin ich nicht dizipliniert genug? Ist es mir nicht wichtig genug? Nein, nein, nein und nochmals nein.

Auch wenn ich als Erfolgsbremsenlöserin arbeite, finde ich bei mir immer noch Erfolgsverhinderer. Warum? Weil ich meine Konfortzone ausweite und dann zeigen sich gerne bisher unentdeckte, innere Blockierer. Ich bin sehr dankbar, dass ich drei neuentdeckte Erfolgshemmschuhe ablegen konnte. Mein Mindset hat sich dadurch wieder grundlegend verändert. Eine Hürde konnte ich ganz einfach alleine nehmen. Bei einer weiteren Bremse habe ich mir Hilfe von einer lieben Netzwerkpartnerin geholt. Darüber hinaus habe ich meine Werbestrategie überdacht und neu ausgerichtet.

Neu gelöste Erfolgsbremse 1: mentale Umsatzgrenze aufhoben

Kürzlich nahm ich an einem kostenfreien Webinar teil und bekam einen wichtigen Impuls. Durch diesen wurde mir etwas bewusst, was ich unbewusst schon länger bemerkt hatte. Ich habe mich in der Vergangenheit durch meine innere Einkommensgrenze bremsen lassen.
Wie ich das gemerkt habe? Ich führe einen Liquiditätsplan und immer dann, wenn meine monatlichen Einnahmen eine bestimmte Grenze erreichten oder überschritten haben, fühlte ich mich unwohl. Es wurde unruhig in mir und irgendwelche unbewussten Dinge wurden angetriggert. Dies führte dazu, dass ich entweder aus persönlichen Gründen Termine mit Klienten verschieben musste oder Termine von Klienten abgesagt wurden. Wenn die Einkommensgrenze wieder unterschritten war, war alles gut.
Dies habe ich einige Male erlebt aber nichts dagegen unternommen. Durch das Webinar wurde mir klar, dass ich mich davon befreien muss, um meinen Erfolg weiter zu steigern. Also nutzte ich einige ruhigen Minuten, um während einer Selbsthypnose diese Einkommensbegrenzung aufzuheben. Ich bin selber erstaunt welchen Effekt das auf meine Terminquote hatte.

Überraschende Erfolgsbremse Nr. 2: Präsentationsangst vor Unternehmern

Dies war eine Bremse, die mich völlig überrascht hat. Präsentationsangst. Spannend war für mich zu beobachten, dass diese Angst nur vor einen bestimmten Publikum bestand. Ich halte locker Vorträge bei Gesundheitsmessen, stehe mit dem Mikro auf der Bühne und führe eine Hypnose vor. Ich genieße es als Seminarleiterin Wissen an Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln. Ich dachte das Thema Präsentationsangst wäre überstanden bis ich einen Anruf bekam.

Das Telefonat liegt jetzt etwa 4 Wochen zurück. Die Veranstalterin des Wirtschafsforums der Stadt Emsdetten rief mich an, um mir einen Vortrag beim Wirtschaftsfrühstück der Stadt Emsdetten anzubieten. Perfekt, um die Business-Hypnose bekannter zu machen. Natürlich habe ich sofort „ja“ gesagt.

Kaum hatte ich aufgelegt, kam unglaubliche Panik in mir hoch. Mit Herzrasen, Hitzewallungen und allem was dazu gehört. Kurz vorher hatte ich bei einem Unternehmerinnennetzwerk gemerkt, dass mich schon die einminütige Vorstellung so nervös gemacht hatte, dass ich höchstens 30 Sekunden davon genutzt hatte. Äußerlich ist das wohl nicht aufgefallen, aber in mir drin tobte die Nervosität. Damals hatte ich das auf meine Müdigkeit geschoben aber jetzt wurde ein Schuh daraus.

Und so sollte ich einen 25 minütigen Vortrag vor 65 Unternehmern/innen halten? Vorträge vor Privatpersonen waren normal für mich. Vor Unternehmern war das für mein Unterbewusstsein scheinbar eine ganz andere Nummer. Mir war klar, dass ich ein echtes Problem hätte, wenn ich mir nicht helfen ließ. Dankenswerterweise habe ich in meinem Netzwerk eine Lampenfieberspezialistin. Ich hatte Glück und sie hatte vor dem Vortrag noch Termine frei. Wir haben wunderbar zusammengearbeitet und haben Anteile gefunden, die mich gebremst haben. Diese konnten wir mit ins Boot holen.

Den Vortrag habe ich Anfang dieser Woche gehalten. Ich habe mich rundum wohl gefühlt und sehr gute Rückmeldungen erhalten. Ich bin mir sicher, dass Vorträge halten (egal vor wem) meine neue Lieblingsbeschäftigung wird.

3. Erfolgsbremse: keine Veränderungen im Marketing

Viele Jahre habe ich eine gute Marketingstrategie gehabt und sie hat meine Praxis gefüllt. Nach und nach wurde der Zuspruch aber immer weniger. Ich habe immer wieder kleinere Veränderungen vorgenommen und hatte damit kurzzeitig Erfolg. Leider habe ich zu lange an nur diesem einen Weg festgehalten. Trotzdem habe ich ihn fortgeführt bis es höchste Eisenbahn war. Dann endlich legte ich die Betriebsblindheit und die Scheuklappen ab, holte mir neue frische Meinungen und Unterstützer. Die neue Strategie geht auf.

All dies zusammen hat dazu geführt, dass meine Termine gefragter sind, als je zuvor. Ich arbeite mit Begeisterung mit meinen Klienten zusammen und freue mich über die Veränderungen, die wir gemeinsam erreichen.

Nur einer hat unter dem Boom gelitten. Mein Blog! Aber das kann ich verschmerzen.

Fazit: Arbeite immer wieder an die Selber. Auch (oder gerade) wenn du schon erfolgreich bist. Du wirst überrascht sein, welches Potenzial das freisetzt.